Wie du die perfekte Sonnenbrille zum Radfahren findest

Helm, Trikot, Sonnenbrille. Mittlerweile gehört das modische Accessoires selbstverständlich zur Standartausrüstung beim Fahrradfahren. Im Vordergrund sollte jedoch nicht das Design oder der Look der Sonnenbrille stehen, sondern ganz klar der Schutz der Augen.

Nutzen für unsere Augen

Die Augen sind unsere wichtigsten Sinnesorgane. Über sie empfangen wir die meisten Sinneseindrücke. Gerade bei schnellen Sportarten wie dem Radfahren ist das entscheidend: Radfahren ist ein dynamischer Sport mit hohem Tempo, Balance und Reaktionsgeschwindigkeit sind gefragt.

Eine Sportbrille hat mehrere Funktionen: Sie verhindert, dass Schmutz, Staub, Fremdkörper und Insekten in die Augen gelangen, was schlimme Folgen haben kann. Zusätzlich sollte sie die Augen vor dem starken Luftzug abschirmen, der die Augen reizt und zum Tränen bringt. Sonnenbrillen können Sportlern mit Sehfehlern außerdem zu einem scharfen Blick verhelfen und das Auge vor schädlichem Sonnenlicht und Blendungen bewahren.

Warum ist Sonnenlicht schädlich für unsere Augen?

Sonnenlicht enthält neben dem sichtbaren auch unsichtbares, ultraviolettes Licht. Licht und insbesondere das UV-Licht kann alle Strukturen des Auges schädigen: An der Hornhaut kann es zu Verblitzungen führen, die Linse kann sich eintrüben (Grauer Star) und die Stelle des schärfsten Sehens, die Makula, kann vorzeitig verschleißen (Makula-Degeneration).

Worauf kommt es bei Sonnengläser für Radfahrer wirklich an?

Eine gute Sonnenbrille soll einen vollständigen UV-Schutz bieten. Daher ist neben dem CE-Gütesiegel auf die Bezeichnung „UV 100 %“ oder „UV 400“ zu achten.  Nicht täuschen lassen: der Grad der Tönung sagt nichts über die Höhe des UV-Schutzes aus. Tief getönte Gläser können beispielsweise nur mangelhaften Schutz bieten, während hellere Gläser vollständigen Schutz gewährleisten. Je stärker die Tönung, desto besser der Blendschutz, jedoch umso geringer die Lichtdurchlässigkeit. Sehr dunkle Gläser sind für den Radsport nicht geeignet, weil zu wenig Licht das Auge erreicht und so die Sehschärfe reduziert. Selbsttönende („phototrope“) Gläser können den Übergang von Licht und Schatten mindern.

Gegen Reflexionen und Spiegelungen von Gebäuden, Straßen sowie Wasseroberflächen sind Sonnengläser mit Polarisationsfilter geeignet: Störende Lichtreflexe werden ausgeblendet, die Kontraste werden verbessert und Farben werden intensiver wahrgenommen.

Wie sollte eine Sportbrille noch beschaffen sein?

Bei Sportbrillen sollten die Gläser aus bruchfestem Kunststoff sein, am besten aus Polycarbonat. Auf Gläser aus Glas solltest du verzichten, da diese bei Unfall und Sturz zersplittern und das Auge verletzen können. Zudem ist Kunststoff leichter als Glas, was den Druck und das Verrutschen der Brille auf der Nase mindert. Brillengestelle sollten aus robustem Material sein. Um den störenden, die Augen reizenden Luftzug zu minimieren, sollten sie eine bis zu den Schläfen abgerundete Form aufweisen und eng anliegen. Auch müssen die Gläser groß genug sein, damit der Wind nicht unter die Gläser ziehen kann. Anpassbare Nasenpads sowie höhenverstellbare Bügel mit verformbaren Bügelenden sorgen für den optimalen Sitz.

Für Radfahrer, die wegen einer Fehlsichtigkeit Korrekturgläser tragen müssen, gibt es mehrere Lösungen: Ein Clip-in-Adapter kann die Korrekturgläser hinter der Frontscheibe aufnehmen und ist entfernbar, wenn doch mal mit Kontaktlinsen gefahren werden sollte. Die Doppelverglasung lässt die Brille jedoch schneller beschlagen. Auch können die Gläser direkt eingeschliffen werden, auf die Frontscheibe aufgeklebt oder in diese eingesetzt werden. Die Biegung führt allerdings oft zu Verzerrungen im Sichtfeld oder zu einer schlechteren Sehqualität.

Endspurt zur besten Sonnenbrille für dich!

Das entscheidende Kaufkriterium ist die ideale Passform. Du solltest dich mit der Brille rundum wohlfühlen, sie darf weder drücken, noch zu eng sitzen oder gar rutschen. Individuell verstellbare Brillengestelle ermöglichen einen perfekten Sitz. Der erforderliche Tönungsgrad der Gläser wird vom Wetter bestimmt, in der meist gefahren werden soll: je sonniger, desto dunkler getönt sollten sie sein. Modelle mit Wechselgläsern in verschiedenen Tönungsstufen erleichtern die Auswahl und sorgen für den jeweils optimalen Sonnenschutz bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen. Sonnenbrillen lassen sich in der Regel problemlos über Kontaktlinsen tragen. Radfahrer, die unter trockenen Augen leiden, wegen einer höheren Hornhautverkrümmung oder aus sonstigen Gründen Kontaktlinsen nur schlecht tolerieren, brauchen eine andere Lösung, wenn sie keine Sonnenbrillen mit Korrekturgläsern tragen wollen.

Hier geben ihnen Augenlaser- oder Linsenoperationen die scharfe Sicht zurück. Und vergrößern nebenbei die Wahl der passenden Sonnenbrille, für mehr Komfort und Sicherheit beim Radfahren sowie mehr Fahrspaß.

Willst du darüber erfahren, wie du künftig auf jede Brille oder Kontaktlinsen verzichten kannst? Nimm hier einfach Kontakt mit uns auf. Wir freuen uns darauf, auch dir zu helfen!

Zurück zur Übersicht